Meine ästhetisch-ethnografische Arbeit geht davon aus, dass Räume nicht neutral sind, sondern durch soziale Beziehungen, Alltagspraktiken und materielle Spuren geformt werden.
Im Zentrum stehen das Archivieren als künstlerische und kuratorische Praxis und Erinnerung als Form des aktiven Widerstands gegen das Vergessen. Erinnerung wird für mich dabei auch zum Ausgangspunkt für Imagination und mögliche Zukünfte. Ziel ist nicht die Repräsentation offizieller Strukturen, sondern das Sichtbarmachen des Eigensinnigen, Beiläufigen, Lebensweltlichen.
Ich mappe, konserviere und archiviere alltägliche, eigensinnige Orte, multimedial und behutsam, über ihre Dinge, Geräusche und Atmosphären. Es geht um Formen der Aneignung, Fürsorge und des leisen Widerstands gegen die Beschleunigung. Es entstehen Interventionen, Videoarbeiten und fotografische Serien im digitalen wie im analogen öffentlichen Raum.
- upcoming: Mapping the ordinary. Der Eigensinn des Alltäglichen
Ausstellung im space n.n., Gabelsbergerstraße 26, München
Oktober 2026
Im Rahmen von Terminal Grigio, im Auftrag des Programms Verbindungslinien des BBK Bayern. Kuratiert von Emily Nill.